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Richtig gendern? So geht‘s


Frau fragt sich, wie man richtig gendert

Im Deutschen gibt es verschiedene Formen des Genderns. In diesem Artikel lernst du, wie du bei der Texterstellung richtig genderst und worauf es dabei zu achten gilt. Zusätzlich kannst du uns einen Kommentar hinterlassen, wenn du Fragen zur Gendersprache hast.

Gender-Formen im Überblick

Bekanntlich geht es beim Gendern darum, nicht das generische Maskulinum zu verwenden (also beispielsweise „der Chef“), sondern im Sinne der Geschlechtergerechtigkeit zwei- beziehungsweise mehrgeschlechtliche Personenbezeichnungen vorzunehmen. Dafür bieten sich sowohl Paarformen als auch mehrgeschlechtliche Schreibweisen an.

Gender Schreibweisen im Überblick

Paarformen

Unter Paarformen versteht man die Nennung der männlichen und der weiblichen Form eines Substantivs, also etwa „der Chef oder die Chefin“ oder im Plural „Chefs und Chefinnen“.

Diese Paarformen können auch verkürzt verwendet werden, und zwar mit Schrägstrich („Chef/Chefin“) oder mit einem Bindestrich, der die weibliche Endung ergänzt („Chef/-in“). Abkürzen kann man die Paarform auch, indem man die weibliche Endung in Klammern setzt, also „Chef(in)“ schreibt.

Häufig entdeckt man auch die Form „Chef/in“. Sie entspricht jedoch nicht den Rechtschreibregeln, da der Bindestrich vor der weiblichen Endung fehlt. Ebenfalls orthografisch inkorrekt, aber trotzdem oft gesehen ist die Verwendung vom Binnen-I, etwa bei „ChefIn“.

Mehrgeschlechtliche Schreibweisen

Den verkürzten Paarformen sehr ähnlich sind die mehrgeschlechtlichen Schreibweisen, die es nunmehr seit über 20 Jahren gibt. Gemeint ist die unter anderem die Verwendung vom Gendersternchen.

Es wird zwischen dem Wortstamm und der weiblichen Endung eingefügt, also zum Beispiel bei „Chef*in“. Auch der Gender-Doppelpunkt („Chef:in“) und die Gender-Gap („Chef_in“) zählen zu den mehrgeschlechtlichen Schreibweisen. Damit sollen alle Geschlechter einbezogen werden.

Aus orthografischer Sicht sind diese mehrgeschlechtlichen Schreibweisen jedoch falsch. So gibt der Duden an, dass sie nicht vom amtlichen Regelwerk abgedeckt sind. Auch sprechen sich Institutionen wie der Rat für deutsche Rechtschreibung und die Gesellschaft für deutsche Sprache gegen ihre Verwendung aus.

Logische Probleme mit der Gendersprache

Sowohl die verkürzte Paarform als auch die mehrgeschlechtlichen Schreibweisen stoßen an ihre Grenzen, wenn sie Personenbezeichnungen betreffen, deren weibliche Form einen Umlaut beinhaltet, den es in der männlichen Form nicht gibt.

Das ist zum Beispiel bei „Anwalt“ und „Anwältin“ der Fall. Dann ist sowohl die Schreibweise „Anwalt*in“ als auch „Anwält*in“ falsch. In diesem Fall sieht das richtige Gendern so aus, dass man die Paarform ausschreibt, also „Anwalt oder Anwältin“.

Auch wenn es nicht möglich ist, durch Anhängen einer weiblichen Endung an die männliche Form eine weibliche Form zu schaffen, wird das richtige Gendern schwierig. Dies betrifft zum Beispiel das Wortpaar „Kollege“ und „Kollegin“. Schreibt man „Kolleg:in“, dann schließt man die männlichen Kollegen aus, was nicht im Sinne der geschlechtergerechten Schreibung ist.

Gendern von Artikeln, Pronomen und Adjektiven

Richtig zu gendern, funktioniert nur, wenn man auch begleitende Wörter gendert. Dazu gehören vor allem Artikel, Pronomen und Adjektive. Insbesondere bei Pronomen und Adjektiven ist das Gendern mit dem von Substantiven zu vergleichen. Denn es ist ebenfalls recht einfach mit Gendersternchen, Gender-Gap oder Gender-Doppelpunkt möglich.

So kann man etwa „mein*e Chef*in“ oder „deutsche*r Bürger*in“ schreiben. Auch mit dem unbestimmten Artikel ist dies oftmals möglich, etwa so: „ein*e Kindergärtner*in“.

Das Gendern von „jeder“ ist auf die gleiche Art realisierbar. Wird das Indefinitpronomen vor einer Personenbezeichnung verwendet, dann sieht das richtige Gendern so aus: „jede/-r Leser/-in“. Bei Nutzung des Gendersternchens gestaltet sich die Phrase so: „jede*r Leser*in“.

Schwierig wird das richtige Gendern, wenn die Personenbezeichnung und ihre Begleiter nicht im Nominativ verwendet werden, wie in diesem Satz:

„Ich treffe mich mit einem Experten.“

Will man diesen Satz gendern, dann muss man mit Schrägstrichen arbeiten: „Ich treffe mich mit einem/einer Expert/-in.“, was deutlich zu Lasten der Übersichtlichkeit geht. Besser ist es in einem solchen Fall, die Paarform zu nutzen, also: „Ich treffe mich mit einem Experten oder einer Expertin.“

Ähnlich kompliziert gestaltet sich die Verwendung der mehrgeschlechtlichen Schreibweise bei bestimmten Artikeln, da diese in der männlichen und der weiblichen Form nicht den gleichen Stamm aufweisen.

Häufig sieht man zwar Formulierungen wie „der*die Mitarbeiter*in“, die aber auch orthografischer Sicht keinesfalls richtiges Gendern sind. Wer einen guten Text schreiben will, der ist mit der Nutzung eines Schrägstrichs zwischen den Artikeln gut beraten (beispielsweise so: „der/die Mitarbeiter/-in“). Auch die Paarform („der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin“) wirft keine Fragen auf, ob es sich um richtiges Gendern handelt.

Verwendung vom Plural für übersichtliches Gendern

In vielen Fällen bietet es sich an, statt der männlichen und der weiblichen Form im Singular die Pluralform einer Personenbezeichnung zu verwenden. So nutzt man statt „der/die Patient/-in“ besser „Patient/-innen“.

Gendern von Komposita

Häufig ist in einem zusammengesetzten Substantiv eine Personenbezeichnung enthalten. Wer konsequent gendert, sollte auch diese gendern. Dann schreibt man nicht „Lehrerzimmer“, sondern beispielsweise „Lehrer*innenzimmer“ oder „Lehrer/-innenzimmer“. Diese Nutzung sieht aber eher kompliziert aus, weshalb man im Sinne des richtigen Genderns eher eine Umformulierung wie das „Zimmer der Lehrer/-innen“ wählen sollte.

Es gibt auch Komposita, bei denen die Person nicht im Vordergrund steht, wie etwa „Urheberrecht“. Hier wäre es unangemessen, „Urheber*innenrecht“ zu schreiben, weil der Fokus auf dem rechtlichen Begriff und nicht auf einer Person liegt. Konsequent wäre es trotzdem, auch Komposita wie dieses zu gendern.

Geschlechtsneutrale Formulierung

Angesichts der Schwierigkeiten, die das Gendern aus orthografischer Sicht mit sich bringt, ist man wohl am besten beraten, wenn man sich geschlechtsneutraler Formulierungen bedient.

Das gelingt, indem man Bezeichnungen verwendet, die sowohl für männliche als auch für weibliche Personen infrage kommen, also zum Beispiel „Studierende“ oder „Lehrende“.

Möglich ist es auch, die Personenbezeichnung zu umschreiben. So kann man für „Arzt oder Ärztin“ die Formulierung „eine in medizinischen Bereich tätige Person“ verwenden. Dies mag zunächst umständlich klingen, bringt aber Geschlechtergerechtigkeit in die Sprache. Zudem sorgt das richtige Gendern für abwechslungsreiche Formulierungen.

Fazit: Wie gendert man nun richtig?

Aus grammatischer Sicht sind ausschließlich die folgenden Gender-Schreibweisen richtig:

  • die Paarformen „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“ und „Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter“
  • die verkürzte Paarform „Mitarbeiter/-innen“ (mit Schräg- und Bindestrich)
  • geschlechtsneutrale Formulierungen wie „Mitarbeitende“

Varianten, bei denen etwa das Gendersternchen („Mitarbeiter*innen“) oder der Gender-Doppelpunkt („Mitarbeiter:innen“) genutzt werden, sind dagegen grammatikalisch falsch. Zudem können sie einen Text unübersichtlich machen, wenn sehr viele Personenbezeichnungen darin vorkommen. Darüber hinaus bereiten sie Probleme, wenn sich beispielsweise sehgeschädigte Menschen den Text maschinell vorlesen lassen. Dies ist zwingend zu beachten, wenn man SEO-Texte schreiben lassen möchte.

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Über den Autor

Als Experte für SEO-Texte hat Marco Reuter bereits zahlreiche Projekte erfolgreich umgesetzt. Mit Gründung der Content-Erfolg GmbH bietet er einen redaktionellen Full-Service an, um seinen Kunden noch bessere Ergebnisse zu liefern.

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