Wortpreis oder Stundensatz als Honorar bei Textaufträgen?

Weder Texter noch Auftraggeber kommen an der Frage dieses Blogbeitrags vorbei. Welche Vor- und Nachteile die beiden Abrechnungsmodelle haben, erfährst du jetzt.

Blogbeitragsbild - Wortpreis oder Stundensatz?

Lesedauer : 5 Min

7. Dezember 2022

Das hat es mit den Abrechnungsmodellen auf sich

In den Internetforen und auf Social Media gibt es unterschiedliche Standpunkte, was die Vergütung von Autoren betrifft. Der Meinungsaustausch zwischen Textern und Auftraggebern führt nicht immer zu Einigkeit.

Manche Texter schwören auf die Bezahlung nach Stundensatz. Sie arbeiten auf Grundlage eines festgelegten Stundenhonorars, das sich aus verschiedenen Komponenten (z. B. Rechercheaufwand, Zeit für Texterstellung) zusammensetzt.

Andere Texter stellen ihre Rechnung auf Basis eines Wortpreises. Oft geben die Auftraggeber vor, zu welchem Wortpreis sie den Text erstellen lassen wollen. Die Texter entscheiden dann, ob sie zu den Konditionen schreiben möchten oder nicht.

Häufiger Gegenstand der Diskussionen in den Texter-Foren ist die These, die Abrechnung nach Wortpreis sei unprofessionell. Wir bei Content Erfolg möchten dieses harte Urteil gegen die Bezahlung nach Wortpreis so nicht stehen lassen, denn das wäre schlichtweg falsch.

Bezahlung nach Wortpreis

Wenn nach Wort bezahlt wird, ist die Rechnung einfach: Alle Wörter, die für einen Auftrag geschrieben worden sind, werden zusammengezählt und mit dem Wortpreis multipliziert.

Beispiel: Der Preis beträgt 8 ct pro Wort und es werden 1.000 Wörter geschrieben. Auf der Rechnung steht dann ein Betrag in Höhe von 80 € netto.

Den Wortpreis saugt man sich natürlich nicht aus den Fingern. Erfahrung, berufliche Qualifikation und spezielle Kenntnisse (z. B. SEO) bilden die Grundlage für die Wortpreisbestimmung.

Vorteile
Nachteile

Bezahlung nach Stundensatz

Bei diesem Modell rechnet der Texter die Stunden zusammen, die er für die Auftragserstellung benötigt. Diese werden letztlich mit seinem Stundensatz multipliziert.

Beispiel: Der Stundensatz beläuft sich auf 50 € und der Zeitaufwand zur Erledigung eines Auftrags beträgt 2 h. In diesem Fall steht auf der Rechnung ein Betrag in Höhe von 100 € netto.

Oft ist es nur möglich, die voraussichtliche Anzahl der Arbeitsstunden grob zu schätzen. Lediglich bei sehr vertrauten Themen, zu denen Autoren bereits mehrmals Texte verfasst haben, sind zuverlässige Schätzungen der zu erwartenden Arbeitszeit realistisch.

Vorteile
Nachteile

Fazit: Wortpreis oder Stundensatz – Was ist besser?

Beide Abrechnungsmodelle haben ihre Berechtigung. Ein ordentlich kalkulierter Wortpreis steht dem Stundensatz in nichts nach.

Falls du als Slogan-Texter und Werbetexter unterwegs bist, solltest du nach Stundensatz abrechnen. Blogtexte und andere längere Fließtexte hingegen lassen sich optimal nach Wortpreis vergüten.

Eine vernünftige Kalkulation bildet den Schlüssel. Ausschlaggebend sind bspw.:

  • deine Qualifikationen
  • Erfahrungen
  • spezielle Kenntnisse (z. B. SEO)
  • (Fix-)Kosten und Ausgaben für die Altersvorsorge
  • Schwerpunkte deiner Texter-Tätigkeit

Am besten rechnet es sich für dich, wenn du deinen Stundensatz in den Wortpreis umrechnest. Dann bist du offen für beide Abrechnungsmodelle und kannst dank deiner Flexibilität mehr Auftraggeber von einer Zusammenarbeit mit dir überzeugen.

Frau denkt über bereits erfolgreich abgeschlossene Projekte nach
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